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Mulligan
Unter einem Mulligan versteht man im Golfsport die straflose Wiederholung eines Fehlschlages am ersten Abschlag. Der Mulligan ist demnach lediglich beim ersten Abschlag anzuwenden und nicht bei den Abschlägen an folgenden Löchern. Laut offiziellem Regelwerk gibt es allerdings keinen Mulligan, da es sich hierbei um eine Sonderregelung handelt, die vor allem im privaten Golfsport angewendet wird. Sobald es also bei Turnieren oder richtigen Wettrunden darum geht gegeneinander um den Sieg zu kämpfen darf der Mulligan nicht angewendet werden. Bei privaten oder Hobbyturnieren jedoch oder auch bei einer lockeren Trainingsrunde kann bei Anwendung des Mulligans der Abschlag am ersten Loch einmalig wiederholt werden. Es gibt allerdings auch Quellen, die darauf hinweisen, dass der Mulligan häufiger angewendet werden darf. So etwa zwei Mal auf einer 18-Loch-Runde oder sogar bei jedem neuen Abschlag vom Tee. Die Herkunft des Begriffs Mulligan ist nicht eindeutig zu klären und daher ein wenig spekulativ. Deshalb gibt es selbst nach Angaben der United States Golf Association (USGA) verschiedene Erklärungsmöglichkeiten. Die am weitesten verbreitete Erklärung ist, dass der Mulligan in den zwanziger Jahren des 20.Jahrhunderts vom kanadischen Golfer David Mulligan "erfunden" wurde. Dieser wiederholte auf einer Trainingsrunde mit einem Freund nach einem missglückten Abschlag am ersten Loch den Abschlag mit der Begründung einen "Korrekturschlag" zu benötigen. Sein Freund soll dieses Vorgehen dann nach ihm als Mulligan bezeichnet haben. Als David Mulligan einige Jahre später in den USA spielte wurde der Begriff Mulligan auch dort bekannt.
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